Ende 2025 hat Van den Herik-Sliedrecht eine besondere Entwicklung im Bereich der Nachhaltigkeit im Wasserbau auf den Markt gebracht. Van den Herik verfügt als erstes Unternehmen über ein Schiff mit Drahtkran, das vollständig mit Batterien betrieben wird, die durch Wasserstoff-Brennstoffzellen aufgeladen werden. Das Schiff, die ‚Prins 6‘, wurde von der Generaldirektion für öffentliche Arbeiten und Wasserwirtschaft als ‚Leader‘ aus dem Übergangspfad Küstenpflege und Fahrrinnenunterhaltung ausgezeichnet, mit dem die Generaldirektion für öffentliche Arbeiten und Wasserwirtschaft die Nachhaltigkeit in diesem Bereich vorantreibt.

Während einer Informationsveranstaltung nahmen rund 100 interessierte Branchenvertreter das Schiff und seine Wasserstoffanlage unter die Lupe.

Von der Prins 6 zur Prins ZEs
Das bestehende Kranschiff ‚Prins 6‘ wurde auf Zero Emission umgestellt. Das bedeutet, dass das Schiff nicht nur mit einem elektrischen Kran arbeitet, sondern auch mit Batterien betrieben wird. Das Schiff wird durch die Umwandlung von Wasserstoff in Elektrizität ohne Verbrennung aufgeladen.

Wichtige Änderungen:

  • 2 Megawattstunden (MWh) Batteriekapazität in den seitlichen Ankern: genug für einen ganzen Arbeitstag. Das Aufladen kann über Powerlocks oder CCS2-Stecker erfolgen.
  • Wasserstoffzellengenerator (H2-Zellen): ein kompakter 10-Fuß-Container (3 x 2,6 x 2,5 m) mit einer Kapazität von 3.600 kWh pro Tag.

Kein kleiner Junge
Was dieses Projekt einzigartig macht, ist die Größe des Energiebedarfs in Kombination mit der Tatsache, dass das Schiff ein sehr großes Einsatzgebiet hat. Die im Schiff installierten Batterien haben eine Gesamtkapazität von 2 MWh. Wenn die Batterien völlig leer sind, können sie mit dem Wasserstoff-Brennstoffzellengenerator in 12 Stunden wieder vollständig aufgeladen werden. Danach können die Prins ZEs einen ganzen Arbeitstag lang elektrisch fahren und arbeiten!

“Als Familienunternehmen halten wir es für wichtig, mit Blick auf die Zukunft in neue Technologien zu investieren, für uns selbst und für die Generationen nach uns. Wir wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit möglich ist, selbst in einem Sektor, der traditionell viel Energie verbraucht. Innovation erfordert Mut. Wenn man Vorreiter sein will, muss man sich anstrengen und manchmal stößt man dabei auf Hindernisse. Wir freuen uns, dass Rijkswaterstaat uns dabei unterstützt.

Isolde Struijk – Direktorin Van den Herik-Sliedrecht

Vorreiter bei der Fahrrinnenpflege
Rijkswaterstaat arbeitet in unserem Sektor mit Vorreiterprojekten: Initiativen, bei denen sie mit Marktparteien zusammenarbeiten, um neue nachhaltige Lösungen in die Praxis umzusetzen. Der Prince ZEs ist ein gutes Beispiel dafür.

“Vorreiterprojekte wie die Prince ZEs zeigen, dass ein nachhaltigerer Wasserbau machbar ist, wenn Regierung und Markt ihre Kräfte bündeln. Gemeinsam mit dem Markt erhalten wir nicht nur unsere Infrastruktur, sondern machen sie auch zukunftssicher.

Roger Mol – Chief Engineer-Director Sustainability and Environment und Chief Procurement Officer von Rijkswaterstaat

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