Immer mehr und größere Schiffe befahren die Obere, Untere und Neue Merwede. Dies führt schließlich zu einem Mangel an Übernachtungsliegeplätzen. Um diesen Mangel auszugleichen, wurde Van den Herik-Strukton von der Generaldirektion für öffentliche Arbeiten und Wasserwirtschaft beauftragt, vier Übernachtungsliegeplätze im Nothafen von Gorinchem zu bauen.
Die Arbeiten
Für die Realisierung dieses Projekts wurden eine verankerte Spundwand und eine Deckungslücke installiert. Der Standort der Übernachtungsliegeplätze befindet sich neben einem Deich (primäre Barriere): hier haben wir den Ufer- und Bodenschutz verstärkt. Außerdem wurden einige alte Anlegestellen entfernt und neue installiert. An den Anlegestellen wurde ein schwimmender Steg mit einem Ponton und einem Steg angebracht. Um sicherzustellen, dass die Schiffe die neuen Nachtliegeplätze auch tatsächlich erreichen können, wurde das Gelände durch Ausbaggern von etwa 60.000 m3 vertieft.

Umweltmanagement
Das Projekt fand in der Nähe der Innenstadt von Gorinchem statt. Daher war es wichtig, die Belästigung und die Unannehmlichkeiten für (Wasserstraßen-)Verkehrsteilnehmer und Anwohner so gering wie möglich zu halten. Dies wurde durch eine klare Kommunikation über Informationsschreiben, begehbare Sprechstunden und die BauApp erreicht. Außerdem wurden konkrete Maßnahmen zur Begrenzung von Vibrationen und Lärmbelästigung ergriffen, wie z.B. die Anpassung der Arbeitszeiten und der Einsatz von Lärmschutzwänden.

Sicher rasten und dann weiterfahren
Das Ergebnis der Arbeit sind vier sichere Übernachtungsplätze für Binnenwasserstraßen. Die Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl dieser Rastplätze entlang unserer Wasserstraßen ist von großer Bedeutung. So können die Bootsfahrer die vorgeschriebenen Fahr- und Ruhezeiten gemäß dem Binnenschifffahrtsgesetz einhalten. Das ist gut für die Gesundheit und Erholung unserer Bootsfahrer und wichtig, um Unfälle auf den Wasserstraßen zu vermeiden.