AUSBAGGERN DES JULIANAKANALS ALS VORBEREITUNG FÜR DIE WIEDERAUFNAHME DER VERBREITERUNGSARBEITEN
Im Frühjahr 2024 wurde beschlossen, die bereits geplante Verbreiterung und Vertiefung der letzten Kilometer der Wasserstraße im blockierten und trockenen Julianakanal durchzuführen. Unmittelbar danach begannen Rijkswaterstaat und der Baupartner Van den Herik mit der Ausarbeitung eines Arbeitsplans. Im Vorfeld der Sperrung führen wir in den kommenden Wochen bereits verschiedene Aktivitäten durch, wie die Lieferung von Steinen, das Einrichten der Baustelle und das Ausbaggern des Kanals an der Schleuse Born.
Auf dem Kanalboden in der Nähe der Schleuse Born befindet sich eine dicke Schlammschicht. Um den Schlick zu entfernen, werden wir am Montag, den 10. Juni, mit den Baggerarbeiten beginnen. Die Schifffahrt bleibt möglich und kann den schwimmenden Arbeitsponton mit angepasster Geschwindigkeit passieren. Wenn wir den Schlick jetzt entfernen, wird die Vertiefung später einfacher sein. Die Lieferung von Materialien ist ebenfalls in vollem Gange, um für die Zeit der Sperrung so gut wie möglich vorbereitet zu sein.
Sperrzeit
Mit dieser Art der Vorbereitung versuchen Van den Herik und Rijkswaterstaat, die Ausführungszeit und damit die Sperrung so kurz wie möglich zu halten. Während des gesamten Durchführungszeitraums sind wir von der Wetterlage und der Verfügbarkeit von Menschen und Geräten abhängig (was auf dem derzeitigen Markt schon seit einiger Zeit eine Herausforderung darstellt). Indem wir die Arbeiten bereits in der (erwarteten) trockeneren Sommerperiode beginnen, sind die Bedingungen am günstigsten, um die Vorlaufzeit so kurz wie möglich zu halten. Damit erfüllen wir den dringenden Wunsch der Region. Außerdem werden wir dann auch die derzeitige unsichere Situation mit der kaputten Baugrube und dem Austritt von Kanalwasser in die Natur in der Umgebung früher beenden.
Intensive Konsultationen mit der Umgebung
Regelmäßige Konsultationen über den Durchführungszeitraum, die Umleitungsrouten und die Beeinträchtigungen werden mit den beteiligten Partnern stattfinden, die die Wasserstraße häufig für ihre Geschäfte nutzen. Sie werden durch die Sperrung über einen längeren Zeitraum hinweg Unannehmlichkeiten haben. Wir sind uns bewusst, dass die Bedenken der Wirtschaft, der Schifffahrt und der Verlader bezüglich der geplanten Sperrung am 12. August noch nicht vollständig berücksichtigt wurden. Für das weitere Management einiger Risiken sind weitere Konsultationen geplant. Auch zur Entschädigungsregelung gibt es noch Fragen. Wir setzen die intensiven Gespräche mit der Umgebung fort, um die Bedenken in der Zeit bis zum Stillstand so weit wie möglich auszuräumen.
Auch die Konsultation der Anwohner wurde mit Beginn der Arbeiten intensiviert. Im Sommer waren zwei Informationsveranstaltungen geplant, um sie über die Arbeiten zu informieren.
Wasserstraße mit größerer Kapazität
Der Juliana-Kanal wird für die Schifffahrt verbreitert. Um dies zu ermöglichen, wurden bereits mehrere Arbeiten erfolgreich durchgeführt. Bei der Verbreiterung des Abschnitts zwischen Berg und Obbicht, dem letzten Abschnitt, der noch auf dem Plan steht, wurde eine Baugrube verwendet, die es der Schifffahrt ermöglichte, durch eine schmale Fahrspur zu fahren. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit des Kanals auf diesem Abschnitt brach die Baugrube ein und die Verbreiterungsarbeiten wurden im vergangenen Jahr gestoppt. Mit dem neuen Anlauf wird die Verbreiterung nun doch noch fertiggestellt und die wassernahen Unternehmen und die Schifffahrtsindustrie werden in Zukunft von einer Wasserstraße mit größerer Kapazität profitieren.
